Samstag, 8. Januar 2011

Schöne Aussichten

Meine Lieben,
das ist ein Nachtrag vom 04.01.

Der kommt deswegen erst jetzt, weil es in NZ nicht auf allen Campsites wireless Internet gibt.

Wir sind jedenfalls in Auckland.
Der Tag beginnt mit Migräne, daher nehmen wir erst das Mittagboot zur Insel mit dem Rangitoto drauf. DIe Fahrt dauert ca. 30 Minuten, und ich döse vor mich hin. Die Medikamente zeigen volle Wirkung, ich bin ziemlich sediert, dafür keine Kopfschmerzen, auch keine Sehstörungen, das ist ja fast genial.
Hier der Rangitoto:
Blick vom Rangitoto (260 Höhenmeter) hinunter

Ich schleiche hinauf, fast jeder überholt mich, das ist mir aber egal, weil ich nur froh bin, dass ich hier bin und nicht im Zelt flachliege.

Am Gipfel ist der Bär los

Wieder unten, in der Nähe der Fähranlegestation

Nach dem Rangitoto-Ausflug geht es auf den Skytower, ebenfalls in Auckland: Für 26 NZ$ / Person ist man dabei (sind ca. 15 EUR). An der Kasse eine riesige Warteschlange, die Dame an der Kassa entschuldigt sich: Es sind gerade 2 große Schiffe da, das merkt man halt (nur auf dem Riesenkreuzfahrtschiff zu sein, muss ja fad sein!).
Auckland von oben 

Hafen - da sieht man eines der riesigen Kreuzfahrtsschiffe

Blick auf den Rangitoto (ganz hinten)

Blick auf die Queen Street - DIE Einkaufsstrasse von Auckland (man beachte den Santa, den kennt ihr schon von einem früheren Posting!)

Gewagete Schritte - über einen durchsichtigen Boden; das Gehen / Stehen dort hat mir ein bisschen Überwindung gekostet

Schwimmbad von oben 


Der Tower von unten - da waren wir oben!

Der Rückweg zum Camp Ground war gut getimt: Die Migräne hat sich wieder zurückgemeldet; ich springe aus dem Auto und schaffe es gerade zum Klo.

LG

CICI








Camp Kitchen

08.01.

Meine Lieben,

die Glühwürmchen-Hölentour inkl. Sprung über einen 1,5m hohen Wasserfall habe ich überlebt!
Das ist gut, denn es gibt jetzt ein paar geniale Camp-Kitchen-Rezepte, die ich bzw. wir kreiert haben und die supergut sind.
Alle Rezepte haben folgende Kriterien gemeinsam:
>> preisgünstige Zutaten (wichtig bei einem langen Urlaub)
>> brauchen wenig Geschirr (Abwaschen ist öd, Geschirrspüler gibt es leider nicht)
>> auch ohen Waage kochbar (Waage nicht verfügbar)

Nudelsalat "Tallangata"
Dieses Rezept habe ich in Tallangata in Australien kreiert. Eignet sich gut zum Mitnehmen und ist schnell gemacht:
Ca. 20dag Nudeln (Spiralen, Penne) al dente kochen.
Ca 20dag festen Tofu in Hosin-Sauce (gibt es im gut sortieren Supermarkt) marinieren und in Öl / Butter anbraten.
Nudeln mit abgeratenem Tofu, klein gehackten Essiggurken und kleingehackem Paprika (1 bis 2 Stück) mischen. Salzen und pfeffern. FERTIG!


Gemüsepfanne mit Schafskäse
Dieses Rezept haben Peter und ich kreiert - pointsarm und spitze:
Erdäpfel kochen (in der Schale oder als Salzerdäpfel) - ca. 80 dag, denke ich.
In einer Pfanne Butter / Öl zerlassen und 1 bis 2 Ziebel und 3 bis 4 kleingehacke Knoblauchzehen knackig anbraten, 2 Zucchini - in kleine Würfel geschnitten - hinzufügen und knackig anbraten. Bitte nicht zu weich werden lassen!
Salzen und pfeffern, gemischte Kräuter oder andere Gewürze nach Belieben hinzugeben; Rosmarin ist auch sehr empfehlenswert.
Klein gewürfelte Erdäpfel hinzufügen, ebenfalls ca. 20 dag Schafskäse, ebenfalls in Würfel.
Gut durchmischen. Ev. noch Sour Cream - in Österreich ist das Äquivalent Creme fraiche - hinzufügen.
Fertig!


Knoblauchsuppe
Knoblauch von 1,5 Knoblauchknollen (kein Witz, hatte so viel Knoblauch zu verbrauchen, weil man in Australien zwischen den einzelnen Bundesstaaten an best. Grenzübergängen kein frisches Gemüse mitnehmen darf; Grund: Angst vor Fruchtfliegen etc.) klein hacken und in Buter gut anrösten. Mit Milch aufgiessen (0,5l) und ca. 4 Erdäpfel (roh, in kleine Würfel geschnitten) hinzufügen. Köcheln lassen, bis die Erdäpfel weich sind. Suppenpulver, Salz und Pfeffer hinzufügen. Mit einem Erdäpfelstamper zerstampfen. Sour Cream / Creme Fraiche hineinrühren (ca. 10 dag).
Fertig!

Guten Appetit

Cici

Freitag, 7. Januar 2011

Waitomo Caves und eine leere Autobatterie

08.01.

Hallo Leute,

heute ist es wie im Film: Wir fahren in der Früh von Hamilton weg, nach ca. 1 Stunde sind wir bei den Waitomo-Caves, dort gibt es jede Menge Glühwürmchen und jede Menge von Touristen und jede Menge Touren. Ich fahre und parke das Auto.
Peter und ich diskutieren wild, welche Tour wir buchen. Ich suche Entspannung, er Thrill. Nach vielem Hin und Her - und der unvermeidlichen wie-bringen-wir-unterschiedliche Interessen-unter-einen-Hut-Diskussion (im Alltag) - entscheiden wir uns für ein Mittelding. Peter zahlt (gut).
Wir marschieren zum Auto, Peter sperrt auf, motzt, weil ich nicht sauber eingeparkt habe und wundert sich über die nicht funktionierende Zentralverriegelung. Die Lösung: Eine leere Batterie, weil ich vergessen habe, das Licht abzudrehen; war zwar nur eine Stunde, wärend wir im Visitor Center waren und diskutiert haben (nicht drinnen, sondern draussen).
Die Stimmung heizt sich wieder auf. Das hat noch gefehlt.
Nach 1 Stunde sitzen wir wieder im Auto und drehen eine Batterieladerunde: Wir reden alle möglichen Leute an, ob sie Starterkabel haben. Leider nein, aber wir kriegen einen guten Tipp, doch den Tourveranstalter, bei dem wir die Tour gebucht haben, zu kontaktieren. Nach 30 Minuten war jemand mit einem booster pack da. Hat mir 10$ Trinkgeld gekostet statt 180$ für die Pannenhilfe.


Blick von irgendeinem Lookout  - das Auto steht mit laufendem Motor hinter uns

im Pub, wo ich endlich wireless Internet finde

Selbstportrait in der Früh am Campground


Jetzt gehen wir Glühwürmchen schauen; von So bis Di (09.01. bis 11.01.) gehen wir den Tongariro Nordern Circuit, da gibt es leider kein Internet.
LG

CICI

Pinnacles

07.01.
Hallo Leute,

wir marschieren auf die Pinnacles, das sind die höchsten Berge (ca. 700m hoch) der Coromandel-Halbinsel. Das Wetter ist super, die Tour dauert insgesamt (mit Pausen) ca. 7 Stunden und bringt netto ca. 1000 Höhenmeter oder 3.500 Kalorien zusätzlich.
Beim Rückweg bin ich leicht grantig, weil der Rückweg zumn Teilbergauf geht, das erklärt auch die .
marschierten 1000 Höhenmeter bei einem Berg, der 700m hoch ist und einem Beginn in einer Seehöhe von 100 m.


Und das sieht man von oben:





Der Weg war fein zu gehen, oben musste man über leichte Felsen drüber, hat anstrengender ausgesehen als es war.


Feine Wege I



Feine Wege II


Und so schauen die Pinnacles von unten aus


Von den Pinnacles fahren wir weiter nach Hamilton; dort bleiben wir am Campground. Ich wollte unbedingt Hamilton, weil das eine große Stadt (> 100.000 EinwohnerInnen) ist. Meine Überlegung: Camground in großer Stadt =  Campground mit wireless Internet (da kann ich mich direkt mit dem Netbook reinhängen und Fotos in den Blog hochladen, die ich zuvor mit Irfan verkleinert habe; das geht mit )
Weit gefehlt. Ausserdem hängt mir das Campen und Selberkochen zum Hals heraus, das Zelt ist eng, und meine Unterlagsmatte unbequem. Die Laundry hat um 21h schon geschlossen. Finde ich blöd, weil die ist weit weg von den Sites, also würde ich keinen stören, wenn ich nach dem Abendessen - es gibt Gemüsenudeln - Wäsche waschen und trocknen würde. Also keine Wäschewaschen mehr, leider geht mir die Wäsche aus.
Ich freue mich zum ersten mal irgendwie aufs Heimkommen, auf mein herrlich bequemes Bett und die Annehmlichkeiten von Indoor-Sanitäranlagen.Gestern abend haben mich auch noch die Gelsen gequält - Fazit: Ich war schlecht drauf.

Das ist die Campsite in Hamilton - Foto von heute (08.01.) früh, das Zelt ist schon abgebaut:




LG

CICI

Endlich wieder Sand spielen dürfen

06.01.

Hallo Leute,

heute sind wir am hot water beach, einem Strand auf der Coromandel-Halbinsel, wo man 2 Stunden vor und nach der Ebbe im Sand nach heissem Wasser buddeln kann, also: Eine Grube graben und selbst hineinsetzen.
Und das sieht dann so aus:





Mittlerweile  haben wir den 08.01. 
Als ich diesen Post fertig hatte, war mein Internet-Account aus (kurz, bevor ich auf den "veröffentlichen"-Button klicken wollte). Gestern abend hat WIFI-Internet am Campground in Hamilton nicht funktioniert, was mich neben einer geschlossenen Laundry und einigen Gelsenstichen ziemlich frustriert hat.

Mittlerweile sind wir schon rd. 200 km weiter südlich bei den Waitomo-Caves.


Dienstag, 4. Januar 2011

Thailand ist ein Patriachat

05.01.

Hallo Leute,
ich habe euch ja von meinen Schwierigkeiten, meinen Rucksack aus Bangkok zurückzukriegen, erzählt:
Ich habe in Thailand rd. 20mal angerufen und 6 EMails geschickt. Die Emails wurden bis auf 1x ignoriert, obwohl ich alle Spielarten versucht habe: von hilfesuchend "please help me - I need my backpack back", über den Gesundheits-Appell "some medicine I urgently need is in the backpack" (es stimmt, ein Teil meiner Blutdrucksenker ist drinnen) und über die harte Tour: "I expect you to find my backpack and send it to Auckland".
Keine Reaktion.dazu
Ich habe weiter nachgedacht, wie ich die Leute dazu  bringen kann, sich um meinen Rucksack zu kümmern (das Psychologie-Studium ist ja doch goldes wert). Und dann kam mir eine geniale Idee:
die Spielart "Mann": Meine Idee: Thailand ist ein Patriachat (nicht nur Thailand). Der Mann zählt meharmehr. Also wird ein EMail, das von einem Mann verfasst wird, eine höhere Aufmerksamkeit erzeugen.
Ich habe Peter gebeten, ein Mail in seinemNamen an das Bangkok Flight Service zu schicken: Er hat also ein langes, böses Macho-Email geschrieben in dem drinnen steht, dass der Rucksack seiner Frau (wir haben nicht geheiratet) verschwunden ist, dass seine Frau schon alles mögliche unternommen hat und dass er nicht weiter seine Zeit damit verschwenden möchte, den Rucksack aufzutreiben.
Und was glaubt ihr, ist passiert?
Er hat noch am selben Tag ein Email erhalten, am nächsten Tag ein zweites, mit Entschuldigungen und dem gesamten internen Email-Verkehr und der Versicherung, dass sie sich um die Angelegenheit kümmern. Mein Rucksack scheint jedenfalls doch nicht in Bangkok zu sein, der gefundene hat anscheinend doch jemandem anderen gehört.
Ich sollte mich in Zukfunft immer als Andreas ausgeben, auch in Österreich.

LG

CICI



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Montag, 3. Januar 2011

Im Land der Kiwis

03.01.

Hallo Leute,
wir sind gut in Neuseeland angekommen. Der Flug Sydney-Auckland hat 3 Stunden gedauert, und da glaubt man, dass es ja von Australien nur mehr ein Katzensprung nach Neuseeland ist! Es ist halt ein großer Katzensprung.
Um Mitternacht Ortszeit sind wir angekommen, um 2h00 Früh waren wir endlich im Hotel - nach 1 Monat Campervan wieder ein Bett! Und ich  habe superschlecht geschlafen, für mich fast unfassbar, weil ich immer schlafe wie ein Murmeltier. Wenn das so weitergeht - und jetzt steht ein Monat Zelt an (4Sterne-Bude wäre mir lieber, aber ich kann nicht alles haben) - weiss ich im Februar ja gar nicht mehr, was ein Bett ist und kann dann vielleicht nur mehr am Boden im Schlafsack schlafen. Da würde mein Hund Fannie aber schauen.. Fannie zieht das Bett vor.

Haben heute  ein superschönes Zelt und einen Schlafsack gekauft - mein Schlafsack ist nach wie vor in Bangkok, aber das ist eine andere Geschichte.

Und so schaut es in Auckland aus:




Auckland - der Fernsehturm hinten, da wollen wir morgen rauf 


wenn meine Firma auch nur annähernd so erfolgreich wird, schlafe ich nicht im schönen, blauen Zelt, sondern im Hayatt


Zelt im Aufbau begriffen



Auckland - typischer Mix von Klassik mit Moderne

Auckländischer Santa




Im Herbst ist in NZ die Rugby-WM - und da ist Wohnen teuer


hoffentlich wird Fannie nicht eifersüchtig


im Hafen von Auckland - eine Kreuzfahrt mache ich dann in der Pension


heute in der Dorgerie habe ich meinen Augen nicht getraut, was es alles gibt, ich ziehe Naturtoiletten vor


so ein feiner Kaffee von Starbuck`s macht auch müde Reisende wieder munter

A propos müde: Bei uns ist es jetzt 0h21, ich bin wieder müde (der Kaffee war zu Mittag) und werde mich jetzt in meinen funkelnagelneuen Schlafsack kuscheln - geduscht bin ich schon - und vom Hayatt träumen.


Gute Nacht

CICI